Der Single Poison Kiss setzt Sorelle auf eine Linie, die direkt wirkt und trotzdem nachhallt. In Wonderlife fühlt sich diese Veröffentlichung wie ein bewusst gesetzter erster Schritt an: nah, glänzend, und mit einem Schatten im Hintergrund. Der einzige track, Poison Kiss, arbeitet mit pop-energie, ohne die Stimmung zu überladen.
Statt vieler Effekte stehen rhythmus, ein klarer melodiebogen und ein refrain im Mittelpunkt, der schnell trifft und lange im Kopf bleibt. Die Produktion hält das tempo stabil und führt durch die parts, bis die Spannung sauber aufgelöst wird. Gerade diese Konzentration macht den Song scharfkantig, weil jedes Element eine Aufgabe hat.
Als erste Veröffentlichung zeigt Sorelle eine Stimme, die zugleich weich und riskant wirken kann. Wer pop sucht, der nicht nur freundlich klingt, sondern auch ein leichtes Unbehagen trägt, findet hier einen kompakten, entschlossenen Auftakt.



